Die „Vertigine“-Serie ist eines der intensivsten und markantesten Projekte von Manuel Felisi und stellt einen der poetischsten Höhepunkte seiner künstlerischen Forschung dar. In diesen Werken verschmelzen Malerei und Fotografie zu einer vielschichtigen und lebendigen Bildsprache, die ein wahrnehmungsreiches und emotionales Erlebnis bietet, das den Betrachter tief in seinen Bann zieht, Erinnerungen weckt und dazu einlädt, verborgene Details in der Naturlandschaft zu entdecken.
Felisi greift auf sein fotografisches Archiv zurück – Aufnahmen von Ästen, Bäumen, Spaziergängen im Wald –, um mentale Landschaften zu erschaffen, in denen natürliche Elemente vervielfacht, zerlegt und neu zusammengesetzt werden, entsprechend einem modularen Kunstwerk, das aus Erinnerung und Natur entsteht.
Die pflanzlichen Motive werden so zu emotionalen Rastern, zu Landkarten der Seele, in denen sich die Zeit durch wiederholte Gesten, sich überlagernde Pigmente und oberflächliche Schichtung festsetzt. Der letztendliche Effekt ist ein visueller, aber auch innerer Schwindel: Das Auge verliert sich in den Details, während der Geist sich auf eine Reise durch Erinnerungsfragmente begibt. Felisis poetische Vision dreht sich um Themen wie Zeit, Erinnerung, Natur und Verwandlung.
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